Bengalzucht
  Kraichgauer Stimmer
 

Mini-Leoparden fühlen sich im Kraichgau pudelwohl

Von Susanne Walter


 

 
Großer Wurf gelungen: Denise Freischlag mit Katzenbaby.Foto: Walter

Sulzfeld - Ein Leben ohne Tiere - für die Sulzfelder Familie Freischlag ist das undenkbar. Rottweiler und Sennehündin sind treue Gefährten. Jetzt hat die 22-jährige Denise Freischlag ihre Begeisterung für eine eher unbekannte Katzenrasse entdeckt, und aus der Tierfreundin ist eine gefragte Züchterin geworden.

Anmutig

Mit großen Augen sitzt das zehn Wochen alte Katzenbaby in der Handfläche von Denise Freischlag. Die Zeichnung des kleinen Mini-Leoparden, wie die Rasse der Bengalkatzen auch genannt wird, ist nach Ansicht der Züchterin gelungen - für die 22-Jährige, die sich seit Anfang des Jahres der Zucht der anmutigen Vierbeiner widmet, ein erster, schöner Erfolg. Katzenmutter Shiwa beäugt Fremde misstrauisch, der Sulzfelderin überlässt sie ihre Jungen aber gerne. Warum gerade Bengalenkatzen? Der Wunsch, sich über den Verlust ihres Lieblingskaters Max hinwegzutrösten, brachte Denise Freischlag übers Internet zu den kleinen Leoparden. „Ein Rasse, die im Haus bleibt und die nicht jeder hat.“ Nachdem ihr 13-jähriger Kater überfahren worden war, entscheidende Gründe.

An Auslauf mangelt es dem Katzennachwuchs nicht: Ein Stück des elterlichen Gartens hat Freischlag zum Katzenfreigehege umfunktioniert. Ein großes Gartenhaus ist die eigentliche Unterkunft der „Leopardetten“, wie die Kreuzung zwischen asiatischer Leopardkatze und der kurzhaarigen Hauskatze in der Fachsprache heißt. Darin gibt es nicht nur getrennte Katzenzimmer mit Kuschelecken aus Plüsch und Spielzeug. Hier will Denise Freischlag ihren Katzen auch im Winter ein kuscheliges Zuhause bieten. Ein elektrischer Heizofen soll das Holzhaus mit Katzentür warm halten.

„Ein Leben ohne Tiere ist für uns völlig undenkbar“, bringt es Mutter Gabi Freischlag auf den Punkt. Neben einer Hand voll Bengalkatzen leben nämlich auch Lessa, die Rottweilerhündin und Lucy, die Berner Sennenhündin auf dem Hof. Schon als Kind, als Mutter Gabi noch Berner Sennenhunde züchtete, waren Denise und ihre Schwester Nadine immer mittendrin.

Ausgleich

Ans Züchten dachte die junge Industriekauffrau vor rund zwei Jahren noch nicht, als sie sich ihr erstes Pärchen zulegte. Dass beide zuchttauglich waren, sei eher ein glücklicher Umstand gewesen. Die Katzenzucht ist für die Sulzfelderin Ausgleich zum Berufsleben. „Wenn ich eine Stunde im Gartenhaus oder im Freigehege sitze, bin ich ein anderer Mensch.“ Sie freut sich heute über die vielen Anfragen, die bei ihr eingehen - auch aus der Schweiz, aus Österreich und Frankreich.

Fachwissen hat sie von erfahrenen Züchtern, sagt sie. Aus finanziellen Aspekten heraus dürfe das Züchten nicht gesehen werden, denn nach Abzug der „aufwendigen Versorgungs- und Pflegekosten“ bleibe nicht viel übrig. „Man muss es aus Freude an den Tieren tun“, weiß die Sulzfelderin.

 
   
 
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